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Und los geht´s
Wenn es endlich losgeht, ist so manchem vielleicht doch etwas mulmig zumute. Der Flug ist lang und die Ungewissheit irgendwie groß. Doch Australien ist auf junge Leute aus dem Ausland vorbereitet, meist trifft man schon unterwegs oder gleich nach der Ankunft die ersten Backpacker, die nützliche Tipps geben können: Wo gibt es preiswerte Übernachtungsmöglichkeiten, wo sind gerade Jobs zu haben? Am beliebtesten sind die Erntehelfer-Jobs (Fruitpicking), die fast das ganze Jahr über zu haben sind. Aber auch Jobs als Babysitter, in der Gastronomie, in Fabriken oder sogar auf einer Perlenfarm sind möglich. „Bevor man einen Job annimmt, weiß man immer, worauf man sich einlässt. Wir sind auch schon mal rausgeflogen, da waren wir allerdings zu spät zur Arbeit erschienen. Glücklicherweise haben wir schnell etwas Neues gefunden“, resümiert Lea ihre Arbeitserfahrungen. „Insgesamt war es auf dem Land immer einfacher, Arbeit zu finden, als in der Stadt“. Wegen der Wirtschaftskrise sind natürlich immer mehr Einheimische auf Jobsuche und die sind auch bereit, Aushilfsjobs anzunehmen, die sonst den Backpackern vorbehalten waren. So gibt es etwa 5 – 10 % weniger Jobs im Zuge der Krise. Da sind kuriose Erwerbsquellen wie die von Katharina nicht selten. Katharina arbeitet in einer Bar als Tänzerin, so hatte sie sich ihre Zeit in Australien eigentlich nicht vorgestellt. Trotzdem will sie bleiben, bis sie etwas anderes findet oder genug Geld zum Reisen hat. Ihre Freundin Nadine ist vorzeitig abgereist, weil mit Arbeit gar nichts lief und sie auf gar keinen Fall in einer Bar arbeiten wollte. „Das Tollste war, dass wir uns unser eigenes Auto gekauft haben und durch endlose Weiten gefahren sind“, berichtet Jonas, der immer Glück mit Jobs hatte. Seine Freundin Anna ist sogar noch durch Südostasien gereist. Sie hat dafür allerdings auch ihre zusätzlichen finanziellen Reserven aufgebraucht. Trotz sehr unterschiedlicher Erfahrungen bereuen die meisten Backpacker ihre Zeit in „down under“ nicht.


