Wandern – und sich wundern!

Wanderschuhe im FreienWandern ist in. Was vor zehn Jahren noch als aussterbende Urlaubsspezies und Rentner-Domäne galt, erlebt seither ein Comeback sondergleichen. An die Stelle der bevorzugt heimischen Wanderziele aus Großelternzeiten sind zunehmend exotische Ziele wie Patagonien, Neuseeland und Wüstengebiete getreten. Grundsätzlich lassen sich drei Wandertypen unterscheiden: Der sportliche Typus, der Abenteurertypus und der geistig-kulturell ambitionierte Typus. In allen drei Sparten gibt es wiederum den Gruppenwanderer, der gern unter sachkundiger Führung eines Wanderführers unterwegs ist, und den Einzelgänger, der Routen und Ziele auf eigene Faust festlegt. Und selbstverständlich gibt es Mischformen. Hier die drei Typen in Reinkultur:

 

Der sportliche Typus

zwei junge Rucksacktouristen streifen durch die FelderIhm sind die stramme Kilometerleistung und der gesundheitliche Wert ebenso wichtig wie die absolute Professionalität seines Equipments: Wanderschuhe, Wanderbekleidung, Orientierungshilfsmittel und Proviant wurden garantiert nach eingehender Recherche und intensiver Beratung in Spezialgeschäften erworben. All das dient aber weniger der Befriedigung des Markenbewusstsein, sondern der Optimierung der sportlichen Leistung. Routen werden gern danach festgelegt, im welchem Grad sie anspruchsvolles Gelände bieten. Ein paar der Sehenswürdigkeiten am Rand des Weges nimmt der sportliche Typus auch gern mit. Doch mehr, um in Eekordzeit ein paar Fotos zu schießen, die seine Route später dokumentieren. Wenn er in Gruppen mitwandert, wird man ihn stets in der Führungsgruppe des Feldes finden.