junger Mann

Selbstdarsteller: Nullchecker mit Mega-Ego

Selbstdarsteller können ihren Mitmenschen mit ihrem egozentrischen Gehabe ganz schön auf den Senkel gehen. Da sie keine Antenne für die meist ablehnenden Reaktionen anderer haben, laufen Selbstdarsteller Gefahr, sich zu isolieren. Was im privaten Umfeld schon nicht schön ist, führt in der Ausbildung oder am Arbeitsplatz oft in die Katastrophe.

Selbsttest für Selbstdarsteller

Die Mitwelt tickt leider anders und möchte selbst ernst genommen werden. Wer etwa einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz zu vergeben hat, geht mit gutem Recht davon aus, dass zunächst die Belange des Ausbildungs- bzw. Arbeitsplatzes wahrgenommen werden. Und dann erst das Ego gepflegt wird.

Wenn Sie die folgenden, bewusst etwas extrem formulierten Verhaltensregeln als Ihre eigenen erkennen, sollten Sie dringend versuchen, sich zu ändern – Ihren Mitmenschen und auch Ihrer eigenen Zukunft zuliebe.

  • Ich kleide mich mit Vorliebe extrem auffällig, so dass alle anderen sofort auf mich aufmerksam werden. Auch die Art, wie ich mich bewege und wie ich rede, sind auf Wirkung abgestellt.

  • Ich kenne eigentlich nur ein interessantes Thema: Mich. Sobald ich einen Raum betrete, in dem andere Menschen sich aufhalten, fange ich schon an, loszureden. Egal, womit sich die anderen gerade beschäftigen. Ich gebe meine Meinungen zu egal welchen Themen zum Besten und erzähle mit Vorliebe, was ich gestern wieder Tolles gemacht habe.

  • Ich fahre selbstverständlich ein größeres Auto, als meine Einkünfte es mir erlauben. Denn was nützt einem alle Bildung, wenn man einen alten Kleinwagen fährt? Statussymbole sind mir äußerst wichtig, weil sie dazu führen, dass man mich ernst nimmt.

  • Ich interessiere mich eigentlich nicht für die Probleme der anderen. Deshalb höre ich auch nur selten zu, wenn sie etwas sagen, sondern lauere auf die erstbeste Gelegenheit, mich selbst in den Mittelpunkt zu stellen.

  • Ich habe eine private Homepage, auf der ich mindestens einmal pro Woche die aktuellsten Fotos von mir und die Liste meiner Lieblingssongs poste.

  • Ich falle nicht gern durch gute Leistung auf (ich bin doch kein Streber), sondern eher dadurch, dass ich die guten Leistungen anderer madig mache. Was sind denn auch schon gute Schulnoten oder ein Lob vom Chef? Kann ich mir doch nichts für kaufen, oder?

  • Ich gebe nicht mein Bestes, ich bin mein Bestes. Mein Ausbildungsbetrieb bzw. meine Firma sollte froh sein, dass sie so einen aufgeweckten, kontaktfreudigen Mitarbeiter wie mich hat!

  • Ich behandele die Kunden meines Arbeitsgebers grundsätzlich wie lästige Bittsteller – schließlich wollen sie etwas von mir und nicht ich von ihnen.

  • Ich denke nicht weiter über die Zukunft nach – was sollte sich schon groß ändern? Ich spiele meine Rolle, mach das, wozu ich gerade Lust habe und werde ganz sicher damit Erfolg haben.

  • Ich orientiere mich in meinen Wertvorstellungen hauptsächlich an materiellen Werten. Woran denn auch sonst?