junge Menschen beim Trekking

Ich bin dann mal weg – Freiwilliges Soziales Jahr im Ausland

„Du machst ein Freiwilliges Soziales Jahr im Ausland? Vertrödelst du da nicht deine Zeit?“

Das hört mancher, der sich für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Ausland entschieden hat. Beim FSJ handelt es sich um einen sozialen Dienst, der als praktische Hilfstätigkeit in sozial-karitativen oder gemeinnützigen Einrichtungen geleistet wird. Die Einsatzstellen sind z. B. Kinder- und Jugendheime, Einrichtungen für Behinderte oder auch Projekte für Straßenkinder. Dementsprechend können die Aufgaben sehr unterschiedlich sein. Die gesammelten Erfahrungen prägen oft das spätere Leben, viele Freiwillige verschwenden im Ausland nicht ihre Zeit, sondern sammeln wertvolle Erfahrungen für ihre Zukunft.

FSJ statt Zivildienst

Aber für die meisten Anfangsprobleme gibt es bald eine Lösung. „Meine Erfahrungen in Polen haben mir die Augen geöffnet dafür, wie einfach doch viele Dinge in Deutschland sind. Wir haben einige Familien besucht, deren Kinder in unserem Wohnheim lebten, um von dort aus eine Schule zu besuchen. Sie kamen aus sehr einfachen Verhältnissen, das Plumpsklo auf dem Hof war selbstverständlich. Trotzdem waren die Eltern sehr gastfreundlich und auch sehr interessiert an dem Schulbesuch ihrer Kinder. Auslandserfahrung hilft, die eigene Lebensweise kritisch zu überprüfen“, zieht Robert Bilanz, wenn er an sein FSJ in Polen zurückdenkt. Vielen Jugendlichen hilft das FSJ auch bei der endgültigen Berufsfindung, sie können praktisch erfahren, ob ein sozialer Beruf für sie das Richtige ist.