Heute schon gegoogelt

 

Was Sie als Bewerber beachten sollten, wenn Sie Informationen über sich ins Netz stellen.

Wenn Sie nach einer passenden Ausbildungsstelle oder einem Arbeitsplatz suchen, finden Sie im Internet mittlerweile reichlich Unterstützung. Von diesen Bewerbungstipps bis hin zu Online-Jobbörsen finden Sie alles für eine erfolgreiche Bewerbung – auch Informationen über einen möglichen Arbeitgeber. Schließlich ist es wichtig, Details über die Firma und ihren Ruf in der Branche zu kennen.

Umgekehrt funktioniert das Spiel allerdings genauso. Personalchefs nutzen zunehmend das Internet, um Details von potenziellen Mitarbeitern zu erfahren. Was Sie in Ihren Bewerbungsunterlagen schreiben, ist eine Sache. Eine andere ist, ob der Personalchef das glaubt und vielleicht wissen will, „was für einer Sie wirklich sind“. Um das herauszufinden, genügen ihm oft ein paar Klicks, und er weiß Bescheid. Und genau darin liegt das Problem: Viele Menschen breiten sich in der Internet-Community aus und wissen nicht, welche Spuren sie hinterlassen, die nicht mehr zu löschen sind. Selbst alte „Sünden“, Texte, Fotos und Videos können noch nach Jahren gefunden werden.

So kann der Chef z. B. an Fotos und Videos sehen, was Sie in Ihrer Freizeit machen, wo und wie Sie leben, welche Bücher Sie lesen oder welche CDs Sie hören. Er kann Ihre Hobbys und Ihre Probleme aufspüren... Keine Angst, wenn es um eine Ausbildungsstelle oder den ersten Arbeitsplatz geht, wird selten ein solcher Aufwand betrieben. Trotzdem muss Ihnen klar sein, dass immer die Möglichkeit besteht, sich ein Bild von Ihnen auch außerhalb Ihrer Unterlagen zu machen. Seien Sie also vorsichtig, wie Sie sich im Netz verhalten. Auch im Hinblick auf Ihre berufliche Zukunft. Ein positives Image im Netz könnte eines Tages eine positive Entscheidung beeinflussen.

Wie Sie sich das „ewige Gedächtnis“ Internet zunutze machen

So negativ das Internet für manche Nutzer sein mag, es hat auch buchstäblich seine positiven Seiten. Mit einer gut und seriös gemachten Bewerberhomepage beweisen Sie Ihrem künftigen Arbeitgeber, dass Sie es ernst meinen mit Ihrer Leistungsbereitschaft. Hier ist Platz für ein aussagekräftiges Foto, Arbeitsproben, Nachweise Ihres sozialen Engagements, für die Beschreibung Ihrer Persönlichkeit, Ihre Ideen. Geben Sie Ihre Homepage einfach in Ihren Bewerbungsunterlagen mit an und verweisen Sie im Anschreiben darauf.

Auch ein eigener Blog mit einem beruflich oder gesellschaftlich interessanten Thema oder über Ihr Hobby schindet Eindruck. Es soll ja schon vorgekommen sein, dass bekannte Blogger auf diesem Weg einen Job gefunden haben oder zumindest als Experte bekannt wurden.

Immer gut sind natürlich Artikel oder Fotos, auf denen Sie beim sozialen Engagement oder einer ehrenamtlichen Tätigkeit zu sehen sind. Bewerben Sie sich in kreativen Branchen wie in Werbeagenturen oder bei Film und Fernsehen, für Graphikdesign oder in Handwerksberufen wie Schneider, Friseur etc., sind Internetportale wie das Online-Fotoportal Flickr, Facebook oder Youtube die beste Werbefläche überhaupt. Dort können Sie Ihre kreativen Ideen wie in einer Art virtuellen Galerie präsentieren und potentielle Arbeitgeber auf sich aufmerksam machen.

Die erwähnten Internetplattformen unterstreichen Ihr Image positiv, wenn Sie darauf achten, welchen Umgang Sie dort haben und welche Fotos und Videos Sie über sich verbreiten. Positiv fällt auf, wenn Sie dort als Moderator in einer Gruppe fungieren, selbst eine Gruppe gründen oder interessante Diskussionsthemen anschneiden. Gerade Gruppen mit beruflichem Bezug können sich zu einem wahren Business-Beschleuniger entwickeln. Personalchef stöbern gern darin nach potentiellen fähigen Mitarbeitern. Ansprechend und gut recherchierte fachliche Beiträge können da schon für Aufmerksamkeit sorgen. In Gruppen mit Freizeit-Themen können Sie Ihre Persönlichkeit außerhalb des Büros zeigen. Die Teilnahme an Gruppen für ungewöhnliche Hobbys sind immer ein Eyecatcher.

Alles in allem ist das Internet für Ihre Bewerbung unverzichtbar (schon allein, weil viele Firmen mittlerweile auf eine Onlinebewerbung bestehen). Nutzen Sie es als Ihre Chance, sich einem breiten Kreis an potentiellen Arbeitgebern als beste Wahl für eine Position zu zeigen – aber haben Sie immer ein Auge auf Ihr virtuelles Bild.

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