Hals- und Beinbruch! Wintersportrisiken: Anfänger sollten behutsam starten – und Alkohol meiden

„No risk, no fun!“ Das ist das Motto so mancher übermütiger Ski- und Snowboardfahrer, die sich beherzt den Hang hinunter stürzen, oder auch einiger Schlittschuhläufer, die über die Eisbahn flitzen. Nicht selten endet der so mutig begonnene Tag reumütig im Krankenhaus. Selbstüberschätzung birgt immer noch das größte Unfallrisiko im Wintersport, dazu kommen oft nur mäßige körperliche Fitness, mangelhafte Fahrtechnik, fehlende Sicherheitsausrüstung und ein erhoffter größerer Spaßfaktor unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen. Dabei ist Wintersport nicht unbedingt risikoreicher als andere Sportarten, wenn man sich gerade als Anfänger vernünftig vorbereitet und sich auf der Piste oder der Eisbahn rücksichtsvoll verhält.

 

Vorsicht und gegenseitige Rücksicht

Das Wetter ist super, die Piste perfekt, da kann so mancher Anfänger einfach nicht genug bekommen: Eine Abfahrt muss unbedingt noch sein, es macht gerade so viel Spaß! Doch vielleicht ist genau jetzt eine längere Pause notwendig, denn Müdigkeit und daraus resultierende Unkonzentriertheit kann leicht zu Unfällen führen. Ehrlichkeit sich selbst gegenüber ist auch bei der Auswahl der Piste notwendig, lieber zunächst einen leichten Hang wählen und sich dann steigern, als gleich mit großem Können imponieren wollen und so in unkontrollierbare Situationen geraten. Alkohol und Drogen sind bei Unfällen häufig mit im Spiel, sie führen schnell zu Selbstüberschätzung und gefährlichen Manövern und nicht zu mehr Spaß. Nicht nur beim Wintersport haben sie nichts zu suchen! Der Internationale Skiverband (FIS) hat zehn Regeln aufgestellt, die ähnlich einer Straßenverkehrsordnung auf allen Skipisten gelten: Sie regeln beispielsweise das Überholen oder Einfahren. Rücksicht ist dabei der oberste Grundsatz. Jeder Wintersportler sollte sich mit diesen Regeln vertraut machen und sie beherzigen. Der Skiurlaub ist bezahlt, doch das Wetter ist schlecht, Nebel behindert die Sicht? Es mag ärgerlich sein, trotzdem darf man bei schlechtem Wetter auf gar keinen Fall riskante Abfahrten wagen nach dem Motto: Das wird schon gut gehen. Und natürlich sollte man die präparierten Pisten nutzen und nicht auf eigene Faust neue Wege suchen. Bei Lawinengefahr haben Ski und Snowboard selbstverständlich Pause. Klare Winterluft, tiefblauer Himmel und ein atemberaubender Blick über schneebedeckte Berge: Wintersport kann faszinierend sein! Und mit Vorsicht und gegenseitiger Rücksicht kann man das Risiko erheblich minimieren.