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Neue und Alte im Team
Dass Sie als „Frischling“ gleich überall mitarbeiten dürfen, ist eher nicht zu erwarten. Besser gesagt: Erwarten Sie nicht von Ihren Kollegen, dass Sie auf einen Schlag überall integriert sind. Sie werden erst einmal aufmerksam beobachtet. Man versucht, Sie einzuschätzen und allmählich für bestehende Gruppen innerhalb des Büros zu gewinnen. Das bedeutet, dass Ihr gutes Benehmen besonders wichtig ist. Verhalten Sie sich allen gegenüber höflich und lassen Sie sich nicht von einer Partei vereinnahmen. Stellen Sie sich aktiv Ihren neuen Kollegen vor, auch denen, die nicht in Ihrer Abteilung arbeiten. Eine gute Gelegenheit dafür ist z. B. die Begegnung in der Teeküche: „Hallo, ich bin Philipp Baum, seit ein paar Tagen in der Marketingabteilung bzw. der neue Azubi für Eventmanagement...“ Das nimmt jeder freundlich auf und schon ist das erste Eis gebrochen.
Denken Sie an das Sprichwort: Viel hören, viel sehen, wenig sagen. Tabu sind vor allem in der Probezeit übermäßige Neugier und überschwängliche Vertraulichkeiten. Drängen Sie sich nicht auf, sonst werden Sie auch als Eindringling wahrgenommen. Denken Sie daran: Sie sind in erster Linie hier, um Ihre Arbeit zu erledigen.
Versuchen Sie nicht, am Anfang besonders locker und lustig zu sein. Genau das Gegenteil sollte der Fall sein: Zeigen Sie Zurückhaltung. Jeder weiß, dass Sie noch kein selbstsicherer Fachmann sein können und erwartet, dass Sie sich auch nicht wie einer verhalten. Zeigen Sie aber dennoch Aufmerksamkeit. Stellen Sie Fragen und bitten Sie um Hilfe. Das zeigt Ihren Willen, sich einzuarbeiten. Fragen Sie auch den neuen Chef um Rat. Er ist Ihr erster Kontakt in der Firma und will wissen, wie Sie vorankommen, also wird er sich Zeit für Sie nehmen. Aber halten Sie ihn nicht von der Arbeit ab.
Machen Sie erst einmal keine Verbesserungsvorschläge. Weder Chef noch Kollegen sollen den Eindruck gewinnen, sich einen Neunmalklug in die Firma geholt zu haben. Wenn Sie glauben, dass etwas besser laufen könnte, dann informieren Sie sich zunächst, warum es überhaupt so gemacht wird. Die Abläufe haben sich über Jahre so eingespielt und sind oft genug auch sinnvoll. Sammeln Sie Ihre Ideen und bringen Sie erst später Ihre Vorschläge an, wenn Sie danach gefragt werden oder nach bestandener Probezeit.

