Assessment Center – Bewerber unter der Lupe

Sie sind zu einer Auswahl im Assessment Center, kurz AC, eingeladen. Das ist gut, denn es bedeutet, dass sich das Unternehmen ernsthaft für Sie interessiert. Beachten Sie, dass sich auch hinter einer Einladung zum „gemeinsamen Wochenende“ oder einem Nachmittag ein solches Auswahlverfahren verbergen kann. Ein AC ist ein ausgeklügeltes Ausleseverfahren mit einer Kombination verschiedener Verhaltens- und Arbeitsproben und kann sich von etwa einem halben Tag bis über mehrere Tagen erstrecken. In der Regel werden sechs bis zwölf Kandidaten eingeladen, die zwischen acht und zwölf Übungen bestreiten müssen. Dabei werden sie von drei bis sechs Assessoren beobachtet. Diese repräsentieren die Arbeitsplatzgeber und entscheiden darüber, wer letztlich ausgewählt wird und wer nicht.

Ein AC ist ein ausgeklügeltes Ausleseverfahren mit einer Kombination verschiedener Verhaltens- und Arbeitsproben und kann sich von etwa einem halben Tag bis über mehrere Tagen erstrecken. In der Regel werden sechs bis zwölf Kandidaten eingeladen, die zwischen acht und zwölf Übungen bestreiten müssen. Dabei werden sie von drei bis sechs Assessoren beobachtet. Diese repräsentieren die Arbeitsplatzgeber und entscheiden darüber, wer letztlich ausgewählt wird und wer nicht.

Wissen, was läuft

Von vielen Teilnehmern wird es als äußerst stressig empfunden, gerade weil man über einen langen Zeitraum, manchmal sogar über Tage, bei der Bewältigung der AC-Aufgaben beobachtet wird. Die Anforderungen an die Stellenbewerber sind hoch: Tests, Gruppenaufgaben wie Präsentationen oder Diskussionen und Stressinterviews reihen sich aneinander. Jeder Schritt wird beobachtet und beurteilt, auch in Pausen. So wurde kürzlich eine Bewerberin bei einem Erdöl-Konzern mal nebenbei gefragt: „Sagen Sie mal, warum wollen Sie eigentlich bei einem der größten Umweltverschmutzer der Welt Karriere machen?“ Da gilt es Ruhe zu bewahren und besonnen zu antworten. Möglicherweise gibt dieser Konzern ja auch sehr viel Geld für erneuerbare Energien aus.

Doch allen ausgelegten Fallstricken zum Trotz: Mit einer gezielten Vorbereitung lassen sich nicht nur die Nerven schonen, sondern auch die Chancen erheblich verbessern, den Auswahlmarathon erfolgreich zu bestehen. Machen Sie sich rechtzeitig mit dem Assessment Center vertraut. Bereiten Sie sich unbedingt darauf vor, lesen Sie entsprechende Literatur, trainieren Sie die typischen Aufgaben, lesen Sie, worauf die Beobachter vor allem achten.

Hier erfahren Sie, mit welchen typischen Aufgaben und mitunter Tricks Sie als Bewerber auf Herz und Nieren geprüft werden. Die einzelnen Aufgabentypen könnte man wie folgt umschreiben:

Jeder für sich allein

Zu diesen Aufgabentypen gehört z. B. die so genannte Postkorbübung, bei der Ihr Organisationstalent gefragt ist. Aber auch andere Tests (zu Intelligenz, Konzentration, Leistung, Persönlichkeit) kommen zum Einsatz.

Jeder gegen jeden

In einer Art führerlosen Gruppendiskussion hat jeder seinen eigenen Standpunkt und seine berechtigten Forderungen zu vertreten. Hier kommt es auf Kompromiss- und Kooperationsbereitschaft, aber auch Durchsetzungsvermögen an.

Einer gegen den anderen

Typisch hier: Das Rollenspiel. In der Regel müssen Kunde und Verkäufer einen Kompromiss finden und dabei Diplomatie, Eloquenz und Entscheidungskraft unter Beweis stellen.

Einer vor allen anderen

Dabei geht es um einen Kurzvortrag bzw. eine Art Präsentationsübung. Sie bereiten sich auf ein Thema vor und unterhalten dann möglichst gut das verehrte Publikum, Ihre Beurteiler und Mitbewerber. Natürlich kommt es auf Rhetorik, Überzeugungskraft und Darstellungskunst an.

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