- Leben
- Essen & Trinken
Heiße Gewürze
„Scharf macht scharf“, das gilt insbesondere für die Wirkung von Gewürzen. Scharfe Gewürze wie Chili, Pfeffer und Ingwer stehen ganz oben auf der Liste der Heißmacher. Sie regen den Blutstrom in alle Körperteile an, auch die Sexualorgane profitieren davon. Seit dem 16. Jh. ist deshalb auch die Muskatnuss in Europa wegen ihrer berauschenden, stimulierenden Wirkung heiß begehrt. Ihr hoher Gehalt an ätherischen Ölen soll das Liebesfeuer anheizen. Doch Vorsicht: In höheren Dosen kann Muskatnuss gesundheitsschädigend sein. Safran, ein phantastisches Fischgewürz, soll nach Ansicht der alten Griechen besonders Frauen sexuell enthemmen, doch auch hier gilt: Das ätherische Öl des Safran ist in zu großen Mengen giftig und kann abtreibend wirken. Diese Gewürze also bitte nur sparsam verwenden. Ein Dessert mit Vanille, Schokolade und Zimt sollte ein aphrodisisches Mahl abrunden. Zimtöl wird nicht nur in der Parfümindustrie verwendet, sondern ist auch erotisch stimulierend. Und der betörende Duft der Vanille galt schon immer als wirksames Aphrodisiakum.


„Ich hab´ dich zum Fressen gern!“ oder „Liebe geht durch den Magen!“, diese beiden Sätze zeigen deutlich den Zusammenhang zwischen genussvollem Essen und ebenso genussvoller und auch gieriger körperlicher Liebe. Ein selbst kreiertes Liebesmahl, das alle Sinne stimuliert, läutet einen lustvollen Abend ein. Diese Idee hatten schon unsere Vorfahren: Alle Kulturen kennen Gewürze oder Gemüse, die zur Steigerung sexueller Lust verzehrt wurden.