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Abschaltestrategien: Das Gehirn überlisten
Je intensiver Sie durch Studium, Ausbildung oder Beruf gefordert sind, desto schwieriger ist das abendliche Abschalten. Auch wenn Sie sich noch so viel Mühe geben: Ihr Gehirn arbeitet weiter und kommt – wenn überhaupt – erst nach zwei oder drei Stunden Nachlaufzeit zur Ruhe. Manchmal laufen Gedankenprozesse sogar über Nacht weiter und rauben Ihnen den Schlaf. Am nächsten Morgen fühlen Sie sich dann kaputt und zerschlagen und sind alles andere als fit für die neuen Herausforderungen des Tages. Da Sie nicht entspannt und ausgeruht ans Tagwerk gehen können, kommen Sie ins Rotieren und nehmen unerledigte Fragen und Aufgaben wieder mit in den Feierabend. Am Ende eines solchen Prozesses, der sich über Wochen und Monate hinziehen kann, steht nicht selten das Burnout-Syndrom. Um dem zu entgehen, empfiehlt es sich, eine starke Zäsur zu setzen, die den unwiderruflichen Übergang in den Feierabend markiert. Sport bis zur Verausgabung etwa eignet sich sehr gut (und schafft überdies ein gutes Gegengewicht zur vielleicht überwiegend sitzenden Tätigkeit tagsüber). Auch konzentriertes Musizieren ist sehr hilfreich, um den Übergang hinzukriegen, denn wie Sport fordert auch intensives Instrumentalspiel Ihren vollen Einsatz. Wer weder Sport noch Musik mag, kann auch tanzen gehen oder einem anderem Hobby nachgehen – Hauptsache, Sie es betreiben es intensiv. Der simple Trick: Sie fordern sich so stark, dass Sie gar keinen Kopf mehr für die Probleme Ihres Arbeitstages haben. Alle Tätigkeiten hingegen, die nicht Ihren vollen Einsatz erfordern wie Fernsehen, Einkaufsbummel oder Abhängen schaffen nicht die erforderliche Distanz.


