Konzentration aufs Wesentliche: Zeiträuber ausschalten!
Man kennt lehrreiche Statistiken wie diese: Ein Durchschnittseuropäer verbringt sieben Monate seines Lebens in Staus, drei Monate auf der Toilette, vier Monate mit Wartezeiten in Behörden und Arztpraxen, zwölf Monate mit ziellosem Surfen im Internet und zwei Jahre vor dem Fernseher. Ganz schön viel – und deutlich zu viel, wenn man bedenkt, wie produktiv die Zeit eigentlich hätte genutzt werden können.
Freiraum schaffen
Natürlich ist nicht jeder Zeiträuber einfach so ausschaltbar. Staus oder Wartezeiten beim Arzt sind nicht immer vermeidbar. Doch es gibt eine ganze Reihe von Zeiträubern, denen wir keinesfalls zum Opfer fallen müssen. Übermäßiges Fernsehen und zielloses Surfen, endloses Chatten und Twittern sind da sicher an oberster Stelle zu nennen. Natürlich geht es nicht darum, Internet und Fernseher aus dem Leben zu verbannen. Aber einen vernünftigen, d.h. ziel- und nutzengerichteten Umgang mit diesen Medien zu pflegen wäre schon wünschenswert. Denn so wird unter dem Strich gerechnet bei jedem Menschen mindestens ein ganzes Lebensjahr frei, das sich für andere Aktivitäten nutzen ließe: soziales Engagement, künstlerische Tätigkeiten, Erlernen einer Fremdsprache – um nur einige wenige Beispiele zu nennen.
Zeiträuber im Betrieb
Zu den schlimmsten Zeiträubern am Ausbildungs- oder Arbeitsplatz zählen unproduktive Meetings: Keiner ist vorbereitet, doch alle wollen etwas sagen. Der Nutzen von Meetings aber ist im hohen Grade davon abhängig, dass alle Teilnehmer vernünftig vorbereitet ins Treffen gehen. Die Vorbereitungszeit ist also kein zusätzlicher Zeiträuber, sondern wohl investiert – zumal gut vorbereitete Meetings in aller Regel deutlich schneller über die Bühne gehen.
Konzentration auf wichtige Dinge
Stellen Sie eine Liste auf mit all den Dingen die Sie im Laufe einer Woche oder eines Tages unbedingt schaffen möchten (oder müssen) – Berufliches und Privates, Wichtiges und Unwichtiges. Berücksichtigen Sie kleine Erholungspausen. Wenn Sie feststellen, dass Sie knapp dran sind, kürzen Sie zunächst bei den Dingen, die objektiv gesehen weniger wichtig sind: Wenn Sie sich auf eine schwierige Aufgabe vorbereiten müssen, ist klar, dass Unterhaltungssendungen demgegenüber einfach „weniger wichtig“ sind. Entrümpeln Sie konsequent, werden Sie feststellen, dass Sie plötzlich auf zeitliche Freiräume stoßen, die Sie nun anderweitig nutzen können.
Lesetipp (erscheint November 2009):
- James Manktelow: Zeitmanagement. Wie Sie Ihr Arbeitspensum in den Griff bekommen, 12,50 Euro