Vom Waschbärbauch zum Waschbrettbauch?
Schon beneidenswert, dieser Mann mit dem durchtrainierten Körper vom Cover der Zeitschrift. Und dieses klar konturierte Sixpack, einfach zum Dahinschmelzen! Besonders Männer wünschen sich einen Waschbrettbauch, um ihre Attraktivität bei Frauen zu erhöhen und Neider unter Männern auf den Plan zu rufen. Doch nicht jedem ist es vergönnt, sich ein perfektes Sixpack anzutrainieren. Trainieren lohnt sich aber trotzdem, denn eine gut ausgebildete Bauchmuskulatur und ein geringer Bauchumfang sehen immer gut aus und sind allemal gesünder als eine wabbelige Wampe!
Der Bauch im Zentrum der Aufmerksamkeit
Bauchmuskeln hat jeder, nur sind sie unterschiedlich stark ausgeprägt und unter mehr oder weniger Fett verborgen. Sie schützen die Organe im Bauchraum, helfen den Oberkörper aufzurichten und sind zusammen mit den Rückenmuskeln verantwortlich für eine gute Körperhaltung. Die gerade Bauchmuskulatur, optisch geteilt durch Zwischensehnen, bildet das begehrte Sixpack oder Waschbrett. Dieses kann sich allerdings nur bei einem relativ geringen Körperfettanteil richtig gut in Szene setzen. Doch auch bei einem niedrigen Körperfettanteil kann sich das Fett genetisch bedingt gerade am Bauch sammeln. Und manch einer hat nicht zwei, sondern drei oder vier Zwischensehnen oder die Zwischensehnen sind nicht symmetrisch angeordnet, auch dann führt gezieltes Training nicht zum gewünschten optischen Erfolg. Das sollte allerdings niemanden vom Training abhalten, denn während früher ein wohl gerundeter Bauch gerade bei Männern als stattlich galt, weiß man heute, dass dieser gesundheitliche Gefahren birgt.
Bauchmuskeln im Training
Werden die Bauchmuskeln verstärkt gefordert, passen sie sich durch Hypertrophie, also durch ein Wachstum der Muskelfaser, dieser Mehrbelastung an. Die alte Meinung, dass viel auch viel hilft, gilt hier als überholt. Wer sich täglich mit 100 Situps quält, trainiert allenfalls seine Ausdauer, dem Muskelwachstum ist dieses nicht zuträglich. Ein 2-3-maliges intensives Training im Hypertrophiebereich von 8 bis 15 Wiederholungen leistet hier viel bessere Dienste. Und statt der Situps von früher, die häufig zu Rückenproblemen führen, wird der Bauch heute mit Crunches gefordert: Auf den Rücken legen, die Füße aufstellen, um ein Hohlkreuz zu vermeiden, und die Hände hinter den Kopf legen. Jetzt ausschließlich mit Hilfe der Bauchmuskeln Kopf und Oberkörper ein Stück vom Boden abheben. Den Kopf nicht mit den Händen nach oben ziehen! Der untere Rücken sollte am Boden bleiben und nicht wie bei den Situps mit Hilfe einer Bewegung des Hüftgelenks vom Boden abgehoben werden. Gerade wenn man den Oberkörper nur wenige Zentimeter vom Boden abhebt, wird die Bauchmuskulatur beansprucht. Für ein Training der schrägen Bauchmuskulatur auf den Rücken legen, die Knie im rechten Winkel anziehen und die Hände hinter dem Kopf fassen. Nun abwechselnd rechten Ellenbogen und linkes Knie und linken Ellenbogen und rechtes Knie zusammenführen. Wer intensiver trainieren möchte, legt sich ein Gewicht auf den Brustkorb oder hält es im Nacken fest. Wichtig ist es außerdem, die Rückenmuskulatur im gleichen Maße zu stärken, damit der Körper optimal stabilisiert ist. Rückenproblemen und Haltungsschäden kann so auf jeden Fall vorgebeugt werden, auch wenn es vielleicht nicht zu einem erstklassigen Sixpack reicht. Eine Ernährungsumstellung kann eventuell helfen, die trainierten Muskeln besser zur Geltung zu bringen. Auf jeden Fall leistet sie aber einen wesentlichen Beitrag zur Gesundheit.
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