Was kostet eigentlich so ein Studium?
Jeans, Pizza und ein Wohnheimzimmer: Studieren kostet selbst dann, wenn man bescheiden lebt. Je nach Stadt, Hochschule und persönlichem Geldbedarf variieren die monatlichen Summen sogar erheblich. Unsere Beispielrechnung bietet aber einen groben Anhaltspunkt, wie viel man in etwa einplanen muss.
Jede Menge Partys, lange Ferien und schlafen bis in die Puppen – in den wenigsten Fällen sieht ein Studium so aus. Spätestens seit Einführung der Studiengebühren spricht ein bedeutender Faktor gegen dieses „Lotterleben“: das Geld. Denn egal ob man eher langsam studiert oder das Studium stramm durchzieht, beides will finanziert werden. Und das ist nicht gerade einfach, da studieren heute relativ teuer ist. Mit der 18. Sozialerhebung hat das Deutsche Studentenwerk eine Beispielrechnung aufgestellt:
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Ausgaben
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Insgesamt pro Monat in Euro*
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Miete einschl. Nebenkosten
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266
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Ernährung
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147
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Kleidung
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50
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Lernmittel
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35
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Auto und/oder öffentliche Verkehrsmittel
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82
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eigene Krankenversicherung, Arztkosten, Medikamente
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54
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Kommunikation (Telefon, Internet u. a. m.)
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43
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Freizeit, Kultur und Sport
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62
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Summe
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739
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* Bezugsgruppe „Normalstudent“, arithm. Mittelwert
Hinzu kommen noch die Gebühren fürs Studium
Da wäre zunächst der Sozialbeitrag – auch Semesterbeitrag genannt –, den die Unis erheben. Das Geld fließt unter anderem dem Studentenwerk zu, das damit zum Beispiel das Mensaessen oder die Studentenwohnheime fördert. Oft wird auch ein Semesterticket finanziert, mit dem Studenten öffentliche Verkehrsmittel umsonst nutzen können. Die Beitragshöhe variiert stark von Hochschule zu Hochschule. Einkalkulieren sollten Sie aber zwischen 100 und 250 Euro pro Semester.
Zusätzlich gibt es seit dem Wintersemester 2006/07 die allgemeinen Studiengebühren von meistens 500 Euro pro Semester, die häufig auch schon Erstsemester berappen müssen. In der Summe ist das eine Menge Geld, die Studenten monatlich aufbringen müssen. Die gute Nachricht: Es gibt allerlei Möglichkeiten zum Sparen.
Ein paar Tipps
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Ziehen Sie ins Studentenwohnheim. Dort lebt es sich am Günstigsten. Eine etwas teurere Alternative ist ein WG-Zimmer.
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Essen Sie in der Mensa, denn billiger kommen Sie kaum an eine warme Mahlzeit.
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Nutzen Sie das Semesterticket und schaffen Sie das eigene Auto ab. Besonders in größeren Uni-Städten brauchen Sie es sowieso nicht zwangsläufig. Dort kommen Sie mit Bus, Bahn und Fahrrad gut zur Uni und wieder zurück.
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Ein Internetanschluss – möglichst mit DSL-Flatrate – im eigenen Zimmer ist prima, sparsamer sind aber PC-/Computer-Pools, die nach Bedarf kostenlos genutzt werden können. Die meisten Hochschulen bieten mehrere dieser Räume an.
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Studieren Sie in den neuen Bundesländern. Dort sind in der Regel die Lebenserhaltungskosten wie Miete oder Kleidung etwas günstiger.
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Fragen Sie nach Studentenermäßigungen. Einige Firmen und Institutionen gewähren bei Vorlage der Immatrikulationsbescheinigung Rabatte.