Unsportlich gibt es nicht – fang einfach an!
Es gibt viele gute Gründe, Sport zu treiben – und nicht einen einzigen, es nicht zu tun. Sport hilft, überflüssige Pfunde loszuwerden. Sport erhält die körperliche Leistungsfähigkeit. Und Sport festigt, so sagt man, den Charakter. Doch wer den guten Willen hat, mit sportlicher Betätigung zu beginnen, hat Hindernisse zu überwinden. Man gelangt als Anfänger oder Wiedereinsteiger oft schnell an seine Grenzen, hält sich deshalb für unsportlich – und gibt sofort auf. „Unsportlich“ aber gibt es nicht. Gesundheitlich erfolgreiche sportliche Betätigung ist eine Sache der Übung und ehrlicher Selbsteinschätzung.
Gutes Training beginnt im Kopf
Gerade wer als vermeintlich „immer schon Unsportlicher“ mit dem Sport anfangen möchte, sollte sich überlegen, warum er Sport treiben will. Diese frühe Festlegung auf Gründe hilft später über manche Durststrecke hinweg. Und man sollte sich genau überlegen, welche Sportart die richtige sein könnte. Nicht jeder ist fürs Rudern oder den Hochsprung gebaut. Als dritten Punkt sollte man seine eigene aktuelle Leistungsfähigkeit abklären. Wer 20 oder 30 Kilogramm Übergewicht hat, darf sich nicht gleich als erstes den Halbmarathon vornehmen. Konditionieren Sie also zunächst Ihre Gedanken – und beginnen Sie dann mit einer Steigerung Ihrer körperlichen Kondition.
Maßvoll beginnen, langsam steigern
Wenn Sie sich seit Ihrer Kindheit eher in sportlicher Abstinenz geübt und auch im Schulsport nie geglänzt haben, ist dieser Rat besonders wichtig: Auch wenn Sie nun am liebsten in Rekordzeit 20 Kilo abnehmen möchten – lassen Sie es langsam angehen. Wenn Sie, nachdem Sie sich beispielsweise fürs Joggen entschieden haben – gleich beim ersten Mal zehn Kilometer in einer halben Stunde bewältigen wollen, wird dieses erste Mal für längere Zeit das letzte Mal gewesen sein. Im günstigsten Fall haben Sie nur einen heftigen Muskelkater, wahrscheinlich aber sogar Muskel- oder Sehnenverletzungen. Und jedem Fall schmerzhafte Seitenstiche. Lassen Sie es langsam angehen: Laufen Sie zwei Minuten im gemächlichen Tempo, gehen Sie dann zwei Minuten. Steigern Sie bei den nächsten Malen Ihr Tempo und verkürzen Sie die Gehpausen nach und nach.
Erfolge messen – gemeinsam!
Auch nach dem erfolgreichen Einstieg werden Sie immer wieder Phasen der Unlust verspüren – der innere Schweinehund meldet sich halt regelmäßig. Geben Sie jetzt bloß nicht nach! Führen Sie sich vor Augen, wie viel Sie bereits abgenommen haben oder wie sehr sich Ihre Kondition bereits gesteigert hat – und bleiben Sie am Ball! Im Kampf gegen den inneren Schweinehund bewähren sich übrigens Mitsportlerinnen und Mitsportler: Ist man in der Gruppe unterwegs, fallen nicht nur schöne Gemeinschaftserlebnisse quasi nebenher für Sie ab, auch die Motivation fällt leichter.