junge Mann am Strand

Beachvolleyball war gestern – der neue Trendsport Tamburello

Eine leichte Dünung wiegt das Wasser, die Sonne strahlt vom Himmel. Florian hat sein tägliches Schwimmtraining im Meer absolviert und bewegt sich nun langsam zurück zum Strand. Er trocknet sich ab und will gerade mit dem Sonnenbad beginnen, als plötzlich ein kleiner runder Ball neben ihm im Sand landet. „Hey, könntest du uns bitte unseren Ball wiedergeben, damit wir weiter Tamburello spielen können?“ Tamburello? Florian hat dieses Wort noch nie gehört. „Was mag das sein?“, fragt er sich. Fast jedem, der mit dem Begriff „Tamburello“ konfrontiert wird, ergeht es zunächst einmal ähnlich. Denn der Vormarsch des ursprünglichen aus Italien stammenden Sports beginnt gerade erst. Zu Hause angekommen, konsultiert Florian das Internet und findet schnell heraus, dass „tamburellare“ aus dem Italienischen kommt und „trommeln“ bedeutet. Das bringt uns der Sache schon ein gutes Stück näher, denn „Tamburello“ leitet sich vom Tamburin ab, einem Schlaginstrument.

Tennis trifft Tamburin

Hand mit BallBeim klassischen Tamburello (Tam Classic) spielen zwei Teams auf einem 80 mal 20 Meter breiten Spielfeld gegeneinander. Die Spielfläche ist in der Mitte quer geteilt. Jeder Spieler hat als Spielgerät eine Art Tamburin, deswegen auch der Name „Tamburello“. Der Spielball mit einem Gewicht von 88g wird nun in die gegnerische Hälfte mit dem Tam, dem runden tamburinförmigen Spielgerät, geschlagen und darf dort höchstens einmal auf den Boden aufkommen. Kommt er öfter auf, gibt es einen Punkt für die gegnerische Mannschaft. Die Regeln ähneln insgesamt den Tennisregeln und es wird auch so gezählt. Eine Unterart ist das Tam Indoor. Wie der Name schon verrät, wird diese Variante in der Halle ausgetragen. Das Feld misst 34 mal 16m und wird von jeweils drei Spielern pro Team bespielt. Die Spielfeldhälften sind dabei nur durch eine Linie geteilt. So kommt es zu spannenden und abwechslungsreichen Partien, bei denen Schnelligkeit und Geschicklichkeit gefordert sind. Allerdings sind diese Varianten sehr flächenintensiv, da sie extra angelegte Plätze erfordern.

Vor allem am Strand und bei gutem Wetter bietet sich daher Tam Beach an. Man spielt entweder ein Einzel oder ein Doppel auf einem 18 mal 6 Meter kleinen Feld, das in der Mitte, wie beim Volleyball, durch ein 2,10m hohes Netz getrennt wird. Gezählt wird in Sätzen, jeder Satz besteht aus 12 Punkten. Auch die Zählweise ähnelt der des Beachvolleyballs. Diese Variante ist wesentlich actionreicher und geprägt von spektakulären Hechtsprüngen, um den Ball – beim Tam Beach eine Mischung aus Tennis- und Softball – so eben noch vor der Bodenberührung wieder zurückzuschlagen.

Schlagende Argumente

junge Frau am StrandDer Reiz dieses Trendsports wird durch das Tam noch verstärkt. Dessen Konstruktion und die Handhabung ermöglichen es, weniger durch Kraft als viel mehr mit Gefühl und Präzision den Ball zu spielen und platziert zu schlagen. Das fördert die Motorik und die Koordination der Spieler. Florian ist hin und weg von diesem neuen Trendsport. Bei seinem nächsten Strandausflug nimmt er sich einfach ein paar Freunde mit und ergänzt sein Training um zahlreiche spannende Tam Beach Runden. Tamburello verbindet Bewegung mit Spaß und lässt manch einen Beachvolleyballer alt aussehen. Unser Tipp: Ausprobieren!