Der Marathon – überaus lohnende 42,195 km

Im Jahr 490 v. Chr. lief der Bote Pheidippides der Legende nach von Marathon nach Athen, um die Nachricht vom Sieg der Griechen über die Perser zu überbringen. Diese Strecke war ca. 40 km lang. Damit war der erste Marathon überhaupt gelaufen. Und gleichzeitig Pheidippides’ letzter, denn unmittelbar nach dem Überbringen der Nachricht starb er an Erschöpfung. Damit Ihr erster Marathon nicht auch Ihr letzter ist, sollten Sie sich gründlich vorbereiten. Erst dann gilt, dass ein Marathon gut für die Gesundheit ist.

Im Grunde kann es jeder

Kein Scherz: Jeder gesunde Mensch kann mit dem richtigen Training irgendwann einen Marathon laufen. Man braucht nur Ausdauer und vor allem Geduld. Denn man sollte schon mindestens ein Jahr lang regelmäßig laufen, bevor man mit dem intensiven Langstreckentraining beginnt. Mit Hilfe eines speziellen Marathontrainigsplan ist es dann möglich, sich innerhalb von zwei bis drei Monaten für einen Marathon fit zu machen. Wie auch bei anderen Sportarten ist es für den angehenden Marathonläufer ungünstig, wenn er raucht oder übermäßig viel Alkohol trinkt. Bevor man mit dem eigentlichen Training beginnt, ist es überdies sinnvoll, sich einer Untersuchung bei einem Sportarzt zu unterziehen, bei der Lunge, Wirbelsäule und Gelenke auf ihre Belastbarkeit getestet werden.

Schuhe und Kleidung

ein Paar Turnschuhe, Flasche Wasser und Handtuch auf der LaufbahnApropos Belastbarkeit: Der menschliche Fuß ist ein äußerst komplexes Gebilde, das aus 26 Knochen, 19 Muskeln und 107 Sehnen besteht und bei jedem Laufschritt das Zwei- bis Vierfache des Körpergewichts abfedern muss – also einer enormen Beanspruchung ausgesetzt ist. Daher ist die Wahl der Laufschuhe entscheidend. An dieser Stelle sollte man nicht sparen, sondern sich perfekt sitzende und ausreichend gedämmte Laufschuhe zulegen. Ansonsten drohen Schädigungen an Knie, Gelenken und Achillessehnen. Die restliche Ausrüstung erklärt sich fast von selbst: Die Kleidung sollte gut sitzen, atmungsaktiv sein und nicht scheuern. Bei kaltem Wetter empfiehlt es sich, mehrere Lagen übereinander anzuziehen. So kann man sich immer optimal anpassen. Außerdem kommen dann noch Mütze und Handschuhe dazu. Zu guter Letzt ist es nützlich, eine Pulsuhr zu tragen, um nicht zu schnell und überambitioniert loszulegen und dann einzubrechen.

Was sonst noch zu beachten ist

viele Fußpaare an einer Startlinie im FreienWer einen richtigen Marathon laufen will, sollte sich richtig ernähren und viel trinken. Wer zu wenig trinkt, kann nicht seine volle Leistung abrufen. Beim Essen ist zu beachten, dass ein leichterer Läufer schneller ist als ein schwerer – fettarme Nahrung ist also von Vorteil. Ferner benötigt man viele Kohlenhydrate, um für eine derartige Ausdauerleistung genügend Energie zu haben und viele Eiweiße für den Muskelaufbau. Ja, auch Krafttraining ist in der Vorbereitung wichtig, damit nicht nur die Beine gut trainiert sind, sondern auch der Rumpf, der als Stütze dient. Außerdem beugen gut trainierte Muskeln einer Überlastung der Wirbelsäule und der Gelenke vor. Beim Lauftraining ist die Grundregel, so oft wie möglich zu laufen. Schon der Einsteiger sollte viermal in der Woche mindestens eine halbe Stunde trainieren und dazu noch einen langen Lauf am Wochenende unternehmen. Das Tempo spielt dabei zunächst eine untergeordnete Rolle, eher kommt es auf die Dauer an. Für Anfänger kann es zudem hilfreich sein, in der Gruppe zu laufen, es motiviert einen zusätzlich. All die Mühen lohnen sich auf jeden Fall, denn jeder, der einen Marathon gelaufen hat, hat damit Willensstärke und Ausdauer bewiesen. Auch andere Ziele lassen sich nach so einem Erlebnis leichter erreichen.