Liebe am Ausbildungsplatz? Besser nicht!

eng aneinander stehendes Paar, das sich die Hände hältDie Romanze am Ausbildungs- oder Arbeitsplatz gehört zum festen Bestandteil jeder Vorabendserie. In der Realität ist sie jedoch weit weniger selbstverständlich. Vor allem Chefs betrachten so etwas mit gemischten Gefühlen, da jede Ablenkung von der Arbeit und vielleicht sogar eine Störung des Betriebsfriedens höchst unwillkommen sind. Und auch die Kolleginnen und Kollegen sind nicht immer hellauf begeistert über das Geturtel in ihrer Nähe. Doch gegen Liebe kann man sich bekanntlich nicht wehren – was also tun, wenn es doch passiert?

  • Halten Sie sich zurück – der Austausch von Zärtlichkeiten während der Arbeitszeit ist tabu und kann im schlimmsten Fall zu Abmahnung und Kündigung führen.
  • Selbst heimliche Zärtlichkeiten lassen sich nur begrenzt verbergen: Verabschieden Sie sich von der Vorstellung, dass Sie sich durch die Wahl entlegener bzw. sonst selten frequentierter Räumlichkeiten im Betrieb ein ungestörtes Liebesnest zulegen können. Fällt es irgendwann doch auf (als Diebstahlschutz verborgen angebrachte Überwachungskameras sehen eben einfach alles), droht selbst dann der Rausschmiss, wenn niemand konkret belästigt wurde.
  • Vermeiden Sie nach Möglichkeit, dass Ihre Romanze im Unternehmen überhaupt bekannt wird. Konzentrieren Sie sich voll auf Ihre Aufgaben am Arbeitsplatz – so geben Sie Lästermäulern und Tratschtanten keine Chance.
  • Falls es sich (wie in der Mehrzahl der Fälle) doch nicht ganz verheimlichen lässt, verhalten Sie sich während der Arbeitszeit so, als ob nichts weiter wäre. So gewöhnen Sie die Kollegen schnell an die Normalität. Vermeiden Sie Bevorzugungen Ihres Freundes der Ihrer Freundin.
  • Nicht nur das traute Glück, auch etwaig auftretende Beziehungsprobleme gehören nicht an den Arbeitsplatz. Gerade wenn es in der Beziehung klemmt und eigentlich Diskussionsbedarf besteht: Paargespräche müssen bis nach Feierabend warten.
  • Falls Sie sich im Ausbildungsverhältnis befinden, ist eine Form der Liebschaft strikt zu vermeiden: das Verhältnis zum Ausbilder oder der Ausbilderin. Kommt es doch dazu, wäre Ihnen ein Wechsel des Ausbildungsplatzes dringend anzuraten. Dies allein schon deshalb, weil Sie sich in eine offenkundige Abhängigkeit begeben, woraus auch Ihrem Ihnen vorgesetzten Partner bzw. Ihrer Partnerin erhebliche berufliche Nachteile entstehen können.