Körperliche Bewegung bringt auch die Gedanken auf Trab

Warum gute Ideen oft in den Füßen entstehen

Hakt es bei der Hausarbeit? Kommen Sie nicht weiter mit Ihrem Referat? Fällt Ihnen nichts Gescheites zur Vorbereitung eines Meetings ein? Dann nichts wie raus an die frische Luft!

Die physiologische Seite

junge Frau läuft durch GrasKörperliche Bewegung erhöht den Sauerstoffumsatz des Körpers. Selbst nicht allzu langes Spazierengehen durchlüftet auch das Gehirn und aktiviert jene Prozesse, die man gemeinhin als „Denken“ fasst. Darüber hinaus werden durch körperliche Bewegung Glückshormone ausgeschüttet, die ebenfalls befeuernd auf Tätigkeiten des Geistes wirken. Machen Sie doch mal einen Selbstversuch und brechen Sie zu einem einstündigen Spaziergang oder einer Joggingrunde, wenn Sie mit einem Referat oder einer Hausarbeit nicht vorankommen. Sie werden staunen, wie leicht Ihnen danach die Arbeit von der Hand geht.

 

Die psychologische Seite

Junge Frau lachend auf einer WieseWenn wir uns beim Verfassen einer Hausarbeit geistig festgefahren haben, brauchen wir Anregungen und Ablenkungen. Zur Not könnte beides auch ein guter Kinofilm liefern, doch da wir bereits gelernt haben, dass das Gehirn durchlüftet sein will, brechen wir zu einer kleinen Wanderung auf. Das muss nicht immer auf einen Trip ins Grüne hinauslaufen. Auch Städte bieten den Füßen genügend Auslauf. Beim Durchwandern einer Landschaft oder Stadtlandschaft dringen durch die Augen ständig neue Bilder ins Gehirn. Bilder, die Gedanken hervorrufen, die sich wiederum mit anderen Gedanken verknüpfen – Gedanken wohlgemerkt, die nicht mal was mit der Materie besagter Hausarbeit zu tun haben muss. Plötzlich aber merken wir, wie das Hin und Her der Gedanken sich lockernd und befreiend auswirkt – und wir uns unversehens im Thema der Hausarbeit befinden und wir genau wissen, wie wir jetzt weiterkommen.

Erkenntnisse im Dialog erwandern

Junges Paar beim SpaziergangSpannend kann auch der Dialog in der Bewegung sein. Dann stoßen zwei frisch belüftete Gedankenwelten aufeinander und bringen möglicherweise ganze Galaxien an Ideen hervor. Auch bei Projektplanungen kommt man im zügigen Ausschreiten oft weiter als am Schreib- oder Konferenztisch. Doch ob allein oder zu zweit oder in einer Gruppe: Die körperliche Anstrengung darf ein bestimmtes Maß nicht überschreiten, weil sonst der Körper alle Energie absorbiert und die Gehirntätigkeit aufs unerlässliche Minimum heruntergefahren wird. Und noch etwas: Damit die gute Ideen nicht gleich wieder in Vergessenheit geraten, sollten Stift und Zettel oder ein Handy mit Sprachaufnahmefunktion dabei sein.