Keine Angst vor Krisenängsten: Krisen kommen, Krisen gehen – etwas Zuversicht schadet nicht

junger Mann auf Parkbank, Schild auf Schriftzug: Suche JobZukunftsängste: Es ist nicht immer einfach, cool zu bleiben. Gerade jetzt im Gefolge der Wirtschaftskrise macht man sich als junger Mensch so seine Gedanken. Hab ich jemals Chancen, in meinem Ausbildungsberuf zu arbeiten? Studiere ich womöglich das falsche Fach? Wie sicher mag wohl mein Job sein? So normal es ist, sich solche Fragen zu stellen, so gefährlich ist es, sich von Zukunftssorgen völlig vereinnahmen zu lassen. Meistens kommt sowieso alles anders, als man sich das vorstellt.

Auf dem Teppich bleiben

Menschen reagieren sehr unterschiedlich auf Krisen. Während der eine völlig gelassen bleibt, ist der andere nach kurzer Zeit zum hypernervösen Schatten seiner selbst degeneriert. Wenn man bemerkt, dass Freunde oder Bekannte seelisch aus der Spur geraten und die Ursachen hierfür in Krisenängsten liegen, sollte man beizeiten gegensteuern (selbstverständlich auch dann, wenn man selbst der Betroffene ist). Meistens genügt eine gute Prise Rationalität um solchen Ängsten den Boden zu entziehen.

Fatale Wechselwirkung: Krisengedanken erzeugen Krisen

junger MannSorgen und Ängste haben die unangenehme Eigenschaft, alle anderen im Leben wichtigen Dinge an den Rand zu drängen. Darunter leiden die Beziehung, die eigene Gesundheit, private Interessen und nicht zuletzt die tägliche Arbeit. „Ich krieg den Kopf nicht mehr frei“ – das ist eine häufig gehörte Aussage in diesem Zusammenhang. Wer aber den Kopf nicht frei hat, wird zwangsläufig unaufmerksam sein und Fehler begehen. Kommt es im Studium oder in der Ausbildung zu Fehlern infolge mangelnden „Bei-der-Sache-Seins“, werden die Prüfungsnoten darunter leiden. Geschehen diese Fehler im Beruf, kann dies im Extremfall eine fristlose Kündigung zur Folge haben. In jedem Fall hätte das ständige Abgelenktsein durch Ängste zur Folge, dass die befürchtete Krise ganz unmittelbar eintritt: schlechte Noten, Arbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit. Deshalb ist es so wichtig, den Ängsten rational zu begegnen und ihnen nicht zu viel Platz im Leben zu gewähren. Das wiederum bedeutet nicht, die Augen vor der Krise zu verschließen – was natürlich grundverkehrt wäre.

Krise als Initialzündung, um Energien freizusetzen

Wirtschaftliche Krisenzeiten sind gewiss keine angenehmen Zeiten. Und doch kann man ihnen sogar etwas Positives abgewinnen – die Erkenntnis nämlich, dass man sich nie zu sicher wähnen sollte und immer darauf bedacht sein sollte, seine persönlichen Voraussetzungen zu verbessern. Die Leitfrage ist also die: Was kann ich in dieser konkreten Situation tun, um meine Chancen zu verbessern? Wechsele ich vielleicht gleich die Fachrichtung, bemühe ich mich um berufliche Zusatzqualifikationen oder um weitere Fremdsprachenkenntnisse, arbeite ich an meinem persönlichen Auftreten? Es gibt gerade in Krisenzeiten unendliche viele Möglichkeiten, seine Aussichten zu verbessern.

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