Ab jetzt freiwillig!

Zum Erwachsenwerden gehört es, Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen: Sie denken an Ihre zahnärztlichen Vorsorgeuntersuchungen, gehen zum Arzt, wenn Sie sich krank fühlen – und sollten auch an Ihre Impfungen denken. Falls Sie bislang an allen empfohlenen Impfungen teilgenommen haben – wunderbar. Dann wird es Ihnen auch künftig nicht schwerfallen. Falls Sie das Thema „Impfen“ bislang eher nachlässig behandelt haben, sollten Sie neu über dieses Thema nachdenken.

Nach wie vor gefährlich: Infektionen

Zeichnung einer Ärztin mit SpritzeMit Diphtherie, Kinderlähmung, dem gefährlichen Wundstarrkrampf und selbst mit vermeintlich harmlosen Kinderkrankheiten wie Masern, Windpocken oder Röteln ist nicht zu spaßen. Von schwerwiegenden Komplikationen über Langzeitschäden bis hin zum lebensgefährlichen Organversagen haben viele gängige Erreger allerlei üble Folgen im Gepäck. Die Meinung, dass all diese Krankheiten mehr oder minder der Vergangenheit angehören, ist falsch. Richtig ist, dass aufgrund der in den letzten Jahrzehnten erreichten hohen Durchimpfungsrate der Bevölkerung viele Krankheiten kaum noch Schaden angerichtet haben. Die Krankheiten werden jedoch nur in Schach gehalten. Die heute verbreitete Impfmüdigkeit kann zur Folge haben, dass die Rate der Erkrankungen, Komplikationen und Todesfälle wieder ansteigt. Fakt ist auch, dass Impfungen wie jede medizinische Maßnahme zwar Nebenwirkungen haben können, die in den allermeisten Fällen jedoch absolut harmlos sind und schnell wieder abklingen. Und selbst die extrem seltenen echten Impfkomplikationen haben im Vergleich zum erzielten Gesamtnutzen keinerlei  Aussagekraft.

Welchen Impfungen sind wichtig – und wer bezahlt sie?

leere Stühle im WartezimmerAlle von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut empfohlenen Impfungen sind für Sie kostenlos. Dazu zählen Impfungen gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Masern, Röteln, Mumps, Windpocken, Influenza Typ B, Hepatitis B, Kinderlähmung, Pneumokokken und Meningokokken. Sämtliche Impfungen können Sie auch als Erwachsener noch nachholen. Für Mädchen und junge Frauen wird darüber hinaus die Impfung gegen das Humane Papillon Virus (HPV) empfohlen. Ebenfalls nahe gelegt wird die regelmäßige Grippeschutzimpfung.

Mehr zu den aktuellen Impfempfehlungen lesen Sie auf der Internet-Seite des Robert-Koch-Instituts.