Ich tauch dann mal ab! - Was Neutaucher beachten sollten

Taucher und FischschwarmGeheimnisvolle Tiefen ausloten, leuchtend bunten Fischen begegnen und unermessliche Schätze heben: Tauchen hat etwas Magisches. Abtauchen in eine andere Welt im doppelten Sinne des Wortes, wer würde das zuweilen nicht gern? Dieser Wunsch muss nicht unerfüllt bleiben, denn Tauchen kann fast jeder erlernen und Tauchkurse werden an vielen Orten angeboten, nicht nur in entfernten Urlaubsgegenden. Doch Tauchen zählt auch zu den Risikosportarten, deshalb ist eine gründliche Ausbildung in Theorie und Praxis unbedingte Voraussetzung für ein unbeschwertes Abtauchen. Und nach dem Erkunden fremder Welten unter Wasser fallen vielleicht auch das Auftauchen und das Zurechtfinden in der Alltagswelt wieder leichter. Die nächste Auszeit und das nächste Tauchziel sind dabei sicher schon fest im Blick.

Lernen von der Pike auf

Junge mit Taucherbrille und SchnorchelEine medizinische Bescheinigung über die Tauchtauglichkeit wird vielleicht nicht bei jedem Anbieter von Tauchkursen gefordert. Sie sollte aber trotzdem auch von jungen Leuten immer eingeholt werden. Meist steht dem Abtauchen jedoch nichts im Wege, sogar Menschen mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes oder Asthma dürfen tauchen, wenn gewisse Regeln eingehalten werden. All dies sollte vor dem Belegen des Kurses hausärztlich abgeklärt werden. Mehrere Einheiten in Theorie und Praxis stehen auf dem Programm, bevor der Tauchschein erworben werden kann. Zunächst gilt es, sich mit der Tauchausrüstung vertraut zu machen. Der Umgang mit dem Drucklufttauchgerät, mit Taucheranzug, Schnorchel, Maske, Atemregler, Tarierweste, Bleigurt, Tauchtabellen und Tauchcomputer wird gelernt, Atem- und Schwimmtechniken werden besprochen. Auch die Planung und Berechnung von Tauchgängen ist wichtig, ebenso wie die Verständigung unter Wasser mit dem Partner. Jeder sollte wissen, welchen Belastungen der Organismus während des Tauchens in unterschiedlichen Tiefen ausgesetzt ist, auch Tauchkrankheiten und -unfälle werden in der Theorie angesprochen. Im praktischen Teil der Ausbildung werden Ein- und Aufstieg und das Tarieren in verschiedenen Lagen geübt, außerdem Flossenschlag- und Atemtechniken. Auch Notfallmaßnahmen und das Retten und Bergen von Mittauchern sind Bestandteil der praktischen Übungen. Wenn all das geschafft ist, kann es richtig losgehen.

Faszination Tauchen

Tropische Korallenriffe, fremdartige Fische und Unterwasserpflanzen, geheimnisvolle Schiffswracks, sprichwörtliches Abtauchen in andere Welten: Der Reiz des Tauchens ist vielfältig. Und nebenbei ist Tauchen auch durchaus gesund für Körper und Seele. Das beinah schwerelose Schweben unter Wasser entspannt nicht nur die Seele, sondern entlastet die Wirbelsäule, die von der Gewichtsbelastung von Kopf und Rumpf befreit ist. Rückenschmerzen haben bei Tauchern kaum eine Chance. Die Beweglichkeit aller Gelenke wird gefördert, das gesamte Herz-Kreislauf-System wird angeregt. Volle Konzentration ist zu jeder Zeit gefordert, die richtige Selbsteinschätzung und der Umgang mit der Angst werden trainiert. Das Übernehmen von Verantwortung sowie zuverlässige Tauchpartner machen das Tauchen erst zu einer runden Sache. Apropos Partner: Tauchgänge sollten niemals allein unternommen werden!