Handeln statt hadern – vom rechtzeitigen Zeitpunk, Entscheidungen zu treffen

Einsichten und gute Ideen allein bringen Sie nicht voran. Irgendwann kommt der Zeitpunkt, ab dem Sie handeln müssen – egal, ob es sich um private Vorsätze, Arbeitsvorhanden oder um Studien- bzw. Ausbildungsbelange handelt. Doch wann ist dieser Zeitpunkt?

Point of no Return

junge FrauDer rechte Zeitpunkt bestimmt sich aus zwei Faktoren. Faktor 1: Sie haben alles gründlich durchdacht, Argumente und Gegenargumente geprüft, Meinungen anderer eingeholt und erwogen und sind nun  zu einem eigenen Standpunkt gekommen. Faktor 2: Sie werden konkreten zeitlichen Vorgaben folgen müssen – ein Referat muss zum Zeitpunkt X erstellt, eine berufliche Entscheidung klar umrissen, ein Angebot oder eine Bewerbung abgabereif sein. In aller Regel wird der Faktor 2 Ihnen bereits in der Faktor 1-Phase zeitliche Grenzen Ihres Nachdenkens vorgegeben haben. Sie werden also die Faktor 1-Phase irgendwann unwiderruflich abschließen müssen. Diesen Zeitpunkt des Unwiderruflichen nennt man auch den „Point of no Return“. Dieser Ausdruck ist u. a. in der Luftfahrt gebräuchlich. Er bezeichnet den Zeitpunkt, ab dem ein Start nicht mehr abgebrochen werden kann. Ebenso erreicht ein Flugzeug beim Flug über ein Gewässer den Point of no Return, wenn die Mitte des Gewässers überflogen ist und der verbleibende Treibstoff für einen Rückflug zum Ausgangsufer nicht ausreicht. Das Flugzeug sind Sie: Wenn Sie irgendwann nach Abschluss der Phase 1 Ihre Meinung noch ändern möchten, werden Ihre Kraft, Ihre Energie und Ihre Zeit nicht mehr ausreichen, um zum gewünschten Ergebnis zu gelangen. Deshalb heißt es ab dann: Augen zu und durch.

Tipps für Zauderer und Verzagte

Junger Mann blickt auf Glühbirne über seinem KopfNun gibt es Menschen, die mit einem solchen Verhalten große Probleme haben: Jemand hat seine Hausarbeit am Tag vor der allerletzten Abgabemöglichkeit gerade fertig, überliest das Ganze nochmals, kommt ins Zögern, zaudert, ist vielleicht verzagt – und fragt sich, ob der Stoff nicht eigentlich ganz anders behandelt werden müsste. Nun kann man versuchen, noch über Nacht eine komplett neue Hausarbeit zu schreiben, um die dann mit schwarzgeränderten Augen am Morgen auf den allerletzten Drücker doch noch abzugeben. Man kann sich aber auch sagen: Der Status, den ich bereits erreicht habe, ist völlig ausreichend. Die Einwände, die ich mir nun selbst mache, weil ich nervös bin, kenne nur ich. Der Prüfer wird das Ganze ohnehin mit ganz anderen Augen lesen – und sowieso nur flüchtig draufschauen, da meine Arbeit nur eine von 50 ist. Diese Einstellung ist dann absolut korrekt, wenn Sie in Phase 1 alles richtig gemacht haben (siehe im ersten Absatz zum Thema „Faktor 1“). Wenn Sie hier hingegen etwas versäumt haben, könnten Sie mit Ihrem Zweifel recht haben und gut beraten sein, einen neuen Versuch zu machen. In diesem Fall behalten Sie aber unbedingt Ihren ersten fertigen Entwurf in petto. Der wird im Zweifelsfall immer noch besser sein als eine nicht zu Ende gebrachte bzw. zu spät abgegebene nach neuem Ansatz erstellte Hausarbeit.