Eine Sommererfindung: Geländefußball
Irgendwo draußen. Vielleicht in den Dünen am Meer, vielleicht auf einer Bergwiese oder im hügeligen Gelände am Ufer eines kleinen Bachs. Vier oder fünf oder auch zehn Leute sind da, ein Ball ist auch dabei. Doch weit und breit kein Bolzplatz. Wirklich nicht?
Das Prinzip der Einfachheit bestimmt die Regeln
Die größte Schwäche unebenen, huckeligen Geländes ist zugleich seine größte Stärke: Der Ball neigt, trifft er auf einen Bodenwelle oder touchiert er einen Baum oder Felsen, zu unkontrollierbarem Verhalten, was wiederum höhere Anforderungen an Beweglichkeit und Laufpensum der beiden Teams stellt Was im Profifußball höchstes Ärgernis wäre, macht hier den besondere Reiz aus: Alle Teilnehmer sind zu körperlichen Höchstleistungen aufgefordert – statt über einen planen Rasen zu rennen, hat man es hier mit höchst anspruchsvollem Gelände zu tun. Fußball in Military-Version sozusagen. Nicht nur die Bewegungsformen sind anders, auch die Regeln werden und sollen es gern sein. Wozu ein Tor? Reicht es nicht, sich den Ball gegenseitig abzujagen, wechselnde Spielerkonstellationen bildend? Und wenn doch ein Tor her muss: zwei Bäume oder Felsen reichen allemal. Natürlich lassen sich auch Bachläufe oder flache Gewässer sehr schön in das freie Spiel integrieren. Prinzipiell ist jedes Gelände geeignet. Es sollte ausreichend groß sein (halbe Fußballplatzgröße ist ideal) und so gelegen sein, dass andere Menschen nicht gestört werden. Und noch etwas: Um Verletzungen durch spitze Steine oder Disteln zu vermeiden, sollte auf feste Schuhe allerdings nicht verzichtet werden.
Bitte Naturschutzbelange beachten
Seltene Pflanzen und gegebenenfalls am Boden brütende Vögel dürfen natürlich nicht gefährdet werden – Belange des Naturschutzes sind strikt zu beachten. Ist ein Gelände bereits deutlich durch Hinweisschilder als Naturschutzgebiet ausgewiesen, verbieten sich sportliche Aktivitäten auf ihm in jedem Fall. Doch auch sonst heißt es: Augen auf. Kreisen Vögel über dem Gelände, ist die Wahrscheinlichkeit gegeben, dass sich dort Brutgelege befinden.