Die erste selbstverdiente Kohle
Reicht die Ausbildungsvergütung für Wohnung, Auto und Essen? Wie viel verdienten ein angehender Maler, eine Industriekauffrau und ein Koch? Wir beantworten diese Fragen und verraten außerdem, wie sich Brutto- und Nettolohn unterscheiden.
Als Auszubildender kann man – finanziell gesehen – keine großen Sprünge machen. Im ersten Lehrjahr gibt es in der Regel am wenigsten Geld, danach geht es mit jedem Jahr aufwärts. Trotzdem wird es eng, wenn man sich eine Wohnung oder ein Auto finanzieren möchte. Diese Wünsche erfüllen sich deshalb häufig erst nach der Ausbildung. Für kleinere Anschaffungen, Kinobesuche, Essen oder Kleidung reicht es aber allemal. Und oft erinnert man sich noch Jahre später an das erste Sofa, Bett, Fahrrad oder an den ersten Urlaub, den man sich vom selbst verdienten Lohn geleistet hat.
Deutliche Unterschiede
Über die Höhe des Verdienstes entscheiden meistens tarifliche Vereinbarungen, an denen sich die überwiegende Zahl der Ausbildungsbetriebe orientiert. Je nach Wirtschaftszweig variieren die monatlichen Summen jedoch erheblich. Das meiste Geld fließt in den Berufen des Bauhauptgewerbes (zum Beispiel Maurer / Maurerin) und bei den Azubis zum Kaufmann bzw. zur Kauffrau für Versicherungen und Finanzen. Die niedrigsten Ausbildungsvergütungen gibt es vor allem für angehende Maler und Lackierer bzw. Malerinnen und Lackiererinnen, für Friseure und Friseurinnen, Floristen und Floristinnen sowie für Bäcker und Bäckerinnen. Auch wenn die Ausbildungsvergütungen nicht einheitlich sind, Abgaben fallen für alle Azubis an. Auf der monatlichen Lohnabrechnung erkennt man sie am Brutto- und Nettoverdienst. Brutto ist immer die Summe ohne Abzüge, Netto ist abzüglich der Sozialversicherungsbeiträge (Rentenversicherung, Pflegeversicherung und Krankenversicherung) und je nach Höhe des Lohns minus Lohnsteuern.
Ausbildungsvergütungen 2007 in 20 ausgewählten Berufen
Durchschnittliche monatliche Brutto-Beträge in Euro / Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung
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Beruf
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Westdeutschland
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Ostdeutschland
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Binnenschiffer/-in
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925 Euro
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925 Euro
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Maurer/-in
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859 Euro
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679 Euro
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Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzen
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817 Euro
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817 Euro
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Elektroniker/-in für Gebäude und Infrastruktursysteme
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799 Euro
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776 Euro
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Industriemechaniker/-in
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789 Euro
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744 Euro
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Industriekaufmann/-frau
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758 Euro
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683 Euro
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Kaufmann/-frau im Einzelhandel
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670 Euro
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602 Euro
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Verwaltungsfachangestellte/-r
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665 Euro
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638 Euro
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Kraftfahrzeugmechatroniker/-in
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592 Euro
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449 Euro
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Koch / Köchin
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566 Euro
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448 Euro
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Bürokaufmann/-frau
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563 Euro
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453 Euro
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Gärtner/-in
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542 Euro
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424 Euro
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Anlagenmechaniker/-in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik
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541 Euro
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344 Euro
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Medizinische/-r Fachangestellte/-r
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522 Euro
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448 Euro
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Tischler/-in
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518 Euro
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372 Euro
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Elektroniker/-in – Energie- und Gebäudetechnik
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510 Euro
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409 Euro
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Bäcker/-in
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457 Euro
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351 Euro
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Florist/-in
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424 Euro
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312 Euro
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Friseur/-in
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419 Euro
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266 Euro
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Maler/-in und Lackierer/-in
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399 Euro
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373 Euro
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Berechnungsbasis: Tarifliche Ausbildungsvergütungen