Ich bau mir eine Brücke ...
… aus den Steinen, die andere mir in den Weg legen! Wahlweise darf es statt der Brücke gern auch eine Treppe sein – Hauptsache, Sie machen etwas Konstruktives aus den Hindernissen, die neidische und missgünstige Mitmenschen unnötigerweise mitten auf Ihrem Lebensweg errichten. Doch nun von der Theorie zur Praxis: Wie geht das?
Ganz alltäglich
Nur selten gibt es sachliche Gründe für Schikanen. Meist stehen negative Gefühle Pate, wenn Kollegen, Vorgesetzte, Lehrer Ihnen das Leben ohne erkennbare Ursache schwer machen. Resignieren Sie jetzt bloß nicht. Gehen Sie Ihrerseits offen und sachlich mit einer solchen Situation um. Prüfen Sie zunächst selbstkritisch, ob Ihr persönliches Auftreten, ob Ihr Verhalten Ihre Peiniger tatsächlich provoziert haben könnte. Kommen Sie vielleicht zu arrogant rüber? Können Sie Ihr Mundwerk nicht zügeln? Glauben Sie stets im Recht zu sein? Sollte dem so sein, müssen Sie eine Entscheidung treffen: Entweder Sie lassen sich weiterhin stressen. Oder Sie gehen auf die betreffende Person zu und bitten um ein Gespräch. Kommt es zu einem solchen Klärungsgespräch, entwaffnen Sie die Gegenseite, indem Sie freimütig einräumen, dass Ihr Verhalten wohl nicht immer ohne Tadel war. Geloben Sie Besserung. Auf diese Art und Weise wird Ihnen ein Neuanfang möglich, der unter positivem Vorzeichen steht, da Ihr bisheriger Gegenpart Sie fortan mit anderen Augen sehen wird. Durch Ihre Entschuldigung und Ihr aktives Ersuchen um ein klärendes Gespräch haben Sie an Größe und Respekt gewonnen.
Fiesmops lässt grüßen
Leider gibt es Fälle, die nicht so einfach zu regeln sind. Möglicherweise ist Ihr Gegner ein von Grund auf niederträchtiger Charakter, dem es niemand recht machen kann. Doch auch in dieser Konstellation können Sie profitieren: Wenn Ihnen ein solcher Kollege, Vorgesetzter oder Lehrer beispielsweise immer mehr Aufgaben aufbürdet und immer mehr Leistung abverlangt, nehmen Sie die Herausforderung einfach von ihrer sportlichen Seite und versuchen Sie persönlich zu profitieren. Immerhin lässt sich so nebenbei noch einiges lernen. Wichtiger aber ist noch, dass Sie sich nicht unterkriegen lassen. Vor dem Hintergrund, dass keine Ausbildung ewig dauert, jedes Schuljahr irgendwann zu Ende ist und man einen Job auch kündigen kann, lassen sich solche Situationen leichter ertragen.
Umgang mit destruktiver Kritik
Destruktive Kritik können Sie einfach schlucken – oder gegen den Kritiker wenden. Prüfen Sie die Argumente der Gegenseite. Beanstanden Sie mangelnde Sachlichkeit. Fordern Sie Belege ein für das, was man Ihnen vorwirft. Als Kritisierter ist man nie machtlos. Wenn Sie beispielsweise auf unsachliche Kritik höchst sachlich antworten, steht die Gegenseite ziemlich blamiert da – besonders dann, wenn Kritik und Retourkutsche vor Zeugen stattgefunden haben. Solange Sie selbst sachlich und korrekt bleiben, kann Ihnen nicht einmal ein Vorgesetzter einen Strick daraus drehen.