Bewerbungshomepage – gut gemacht nützlich, schlecht gemacht gefährlich

Foto, Kontaktdaten, gängige Bildformate und eine korrekte Rechtschreibung: Eine Bewerbungshomepage ist ein nützliches Extra auf dem Arbeitsmarkt – aber nur, wenn die Webseite ordentlich gemacht ist.

Der Kampf auf dem Arbeitsmarkt ist hart. Einen Job bekommt, wer sich aus der Menge hervorhebt – sei es durch gute Noten, Referenzen, ein passendes Profil oder eine herausragende Bewerbung. Dabei kann eine Bewerbungshomepage hilfreich sein. Also eine Webseite im Internet, auf der man sich mit bewerbungsrelevanten Informationen präsentiert. Private Details wie die prämierte Guppy-Zucht, der Familienhund „Bello“ oder das witzige Foto von der letzten Klassenfahrt haben darauf nichts zu suchen. Wer so etwas im Internet veröffentlichen möchte, legt lieber eine zweite, private Homepage an.

Die Bewerbungshomepage sollte seriös aussehen, klar strukturiert sein und einen professionellen Eindruck vermitteln. Für zukünftige Webdesigner, Programmierer oder Azubis im Medienbereich kann sie zudem eine erste oder zusätzliche Arbeitsprobe darstellen. Allerdings gilt auch hier – wie für jede Branche – eine Bewerbungshomepage ersetzt keine individuelle, schriftliche Bewerbung. Da sie allgemein gehalten ist, dient sie als Erweiterung der Selbstpräsentation oder als Möglichkeit, Arbeitsproben wie Artikel aus der Schülerzeitung bereit zu stellen. In einigen Fällen macht sie außerdem Personaler, die im Internet auf Kandidatensuche sind, auf einen aufmerksam.

Das gehört auf jede Bewerbungshomepage

  • eine allgemeine Vorstellung auf der Startseite

  • Bewerbungsfoto

  • Lebenslauf

  • Kontaktdaten (Vor- und Nachname, Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse)

  • zusätzliche Qualifikationen (besonders gute Fremdsprachenkenntnisse, das Zehn-Fingersystem auf der Computertastatur etc.)

  • Zeugnisse (passwortgeschützt)

  • Arbeitsproben (falls vorhanden)

So wird die Homepage noch besser

Darüber hinaus gibt es einige Tricks, wie man eine Webseite ansprechend und besonders gut macht. Beachtet man diese, erfüllt die Bewerbungshomepage mit Sicherheit ihre Aufgabe: Ihren Besitzer positiv aus der Menge der Mitbewerber hervorzuheben. Das sollte man beachten:

  • ein seriöser Domainname als Name, zum Beispiel www.Vorname-Nachname.de

  • eine korrekte Rechtschreibung und Grammatik

  • einfache Sätze statt lange, verschachtelte „Bandwurmgebilde“

  • kurze Texte, die schnell zum Wesentlichen kommen

  • Strukturierung der einzelnen Seiten durch Überschriften und eventuell Zwischenüberschriften

  • Standardschriftarten wie Arial oder Times New Roman

  • aufgeblähte Grafiken, Sounds und Animationen weglassen

  • für Fotos gängige Bildformate wie JPEG oder GIF verwenden

  • bei der Programmierung Flash oder Javascript vermeiden, da diese nicht jeder Browser darstellt

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