Ab heute anders – wie man sich erfolgreich von schlechten Angewohnheiten und Verhaltensweisen trennen kann
Sie fallen anderen gern ins Wort? Sie beharren darauf, immer recht zu haben? Sie stehen bei Tisch auf, wenn die anderen noch nicht fertig sind? Sie geben fremde Leistungen gern als eigene aus? Sie meinen, Fleiß sei nur für die Dummen? Wenn Sie sich nicht mit einem lockeren „Na und? Nobody is perfect“ über solche schlechten Angewohnheiten hinwegtrösten, möchten wir Ihnen gratulieren: Sie haben sich nicht aufgegeben, sondern haben eine echte Chance, sich positiv zu verändern. Nutzen Sie diese Chance – denn schlechte Angewohnheiten fallen auch anderen auf und schaden Ihnen deshalb.
Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung
Jeder Mensch hat seine Macken, klar. Doch längst nicht jeder ist bereit, das zuzugeben. Viele Menschen sehen Veränderungsbedarf stets nur bei anderen und sind – trotz erwiesener Mängel – von sich selbst sehr überzeugt und mit sich selbst im Reinen. Da kann man nur hoffen, dass sich ein Freund oder eine Freundin eines Tages ein Herz fasst und ein paar offene Worte findet. Denn manchmal braucht man diesen Anstoß von außen, um sich selbst so wahrnehmen zu können, wie andere einen wahrnehmen. Dieser unvoreingenommene Blick kann Ihnen nicht nur die Augen öffnen, sondern Sie auch Chancen zur Veränderung erkennen lassen.
Realistische Ziele setzen
Wenn Sie nun auf diesem Weg zur Selbsterkenntnis gelangt sind und sich ändern möchten, sollten Sie konkrete Schritte ins Auge fassen, die Sie auch umsetzen können. Mit zur Schau getragener Reue oder hochtrabenden Zukunftsentwürfen ist niemandem gedient – am allerwenigsten Ihnen. Machen Sie sich sehr genau klar, was Ihnen an Ihrem Verhalten nicht gefällt – und warum das so ist. Sodann müssen Sie lernen, Ihr Verhalten genau zu beobachten und jeden Verstoß gegen Ihr Vorhaben zu registrieren und zu unterbinden. In vielen Fällen hat sich das Führen eines Tagebuchs als hilfreich erwiesen – indem Sie Rückfälle und Fortschritte eine Weile dokumentieren, bekommen Sie ein besseres Gespür für sich selbst.
Anderen die Wahrheit sagen
Wenn Sie an anderen schlechte Angewohnheiten oder Verhaltensweisen wahrnehmen, stehen Sie vor der Frage ob und wie Sie ihn oder sie darauf aufmerksam machen können. In jedem Fall sollten Sie behutsam zu Werke gehen, denn selbst als guter Freund oder Freundin kann man je nach Charakter des Anzusprechenden sehr heftige Reaktionen ernten. Eine vorsichtige sich annähernde Einleitung wie „ich weiß nicht, wie du das selbst siehst, aber mir kommt es manchmal so vor, als ob du dies oder jenes nicht richtig machst/falsch siehst usw.“ ist besser als eine offensiv oder aggressiv vorgetragene Beschuldigung, denn sie hilft dem Angesprochenen, das Gesicht zu wahren. Handelt es sich um Ihren Chef, einen Lehrer oder einen Ausbilder, sollten Sie zwar besonders vorsichtig in der Wortwahl sein, aber das offene und trotzdem respektvolle Wort nicht grundsätzlich scheuen.